Ein Set lässt sich auf zwei Arten bilden: Eine Person baut es an einem Packplatz vollständig auf, vom Aufrichten der Schachtel bis zum Umkarton – oder mehrere Personen stehen hintereinander, und jede Station übernimmt einen Teil der Handgriffe. Beide Varianten haben ihren Platz. Welche sich rechnet, hängt weniger vom Preis je Set ab als von der Stückzahl, der Zahl der Varianten und davon, wie gleichmäßig sich die Arbeit auf Stationen verteilen lässt. Dieser Beitrag zeigt die Rechnung am Standard-Set mit drei Teilen.
Was unterscheidet den Einzelplatz von der Linie mit Stationen?
| Merkmal | Einzelplatz | Linie mit Stationen |
|---|---|---|
| Wer macht was? | eine Person, alle Handgriffe | jede Station ein bis drei Handgriffe |
| Aufbau | Tisch mit Vorlagebrett, Waage in Reichweite | Tische mit Rollenbahn, Komponentenpuffer je Station, Zählwaage am Linienende |
| Stärke | schnell eingerichtet, flexibel bei Varianten | hoher Durchsatz, kurze Griffwege, jede Person kennt ihren Schritt genau |
| Schwäche | viele Griffe zu verschiedenen Fächern, Durchsatz je Platz begrenzt | langsamste Station bestimmt das Tempo, Umstellung kostet Zeit |
| Kontrolle | Vorlagebrett und Waage am selben Platz | Waage und Blick vor dem Umkarton an der letzten Station |
Auch die typischen Fehler unterscheiden sich. Am Einzelplatz ist das Risiko ein vergessener Handgriff, weil eine Person viele Schritte hintereinander ausführt – das Vorlagebrett mit einem Fach je Komponente macht ein übriges Teil sofort sichtbar. An der Linie ist das Risiko ein leerer Puffer: Läuft einer Station eine Komponente aus, drohen Sets ohne dieses Teil, bis jemand nachfüllt. Deshalb bekommt jede Station eine feste Nachschubmenge, und die Waage am Linienende fängt Sets mit fehlender schwerer Komponente ab.
In beiden Fällen gelten dieselbe Stückliste, dieselbe elektronische Arbeitsanweisung mit Foto je Handgriff und derselbe Abgleich mit dem Erstmuster alle 100 Sets.
Wie viele Sets schafft ein Einzelplatz je Stunde?
Unser Standard-Set, das Produktset in der Faltschachtel, braucht nach Vorgabezeit 45 Sekunden. Eine Person am Einzelplatz bildet damit rund 80 Sets je Stunde. Beim Rechnersatz von 16,50 € je Stunde kostet ein Set 20,6 ct Handarbeit (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster). Das ist die Messlatte, an der sich jede Linie messen lassen muss: Pro eingesetzter Arbeitsstunde darf sie nicht weniger Sets liefern.
Wie teilt man die Handgriffe auf Stationen auf?
Entscheidend ist der Takt: Jedes Set muss jede Station durchlaufen, also gibt die langsamste Station das Tempo der ganzen Linie vor. Die anderen warten. Wie stark sich das auswirkt, zeigen zwei Aufteilungen desselben Sets:
| Aufteilung | Stationen und Sekunden | Takt | Sets je Stunde | Sets je Personenstunde |
|---|---|---|---|---|
| Einzelplatz | 1 Person: alle Handgriffe, 45 s | 45 s | 80 | 80 |
| Vier Stationen nach Arbeitsart | Schachtel und Tray 9 s · drei Teile 18 s · Beileger und Set-EAN 9 s · schließen und wiegen 9 s | 18 s | 200 | 50 |
| Drei Stationen nach Zeit ausgeglichen | Schachtel, Tray, erstes Teil 15 s · zwei Teile und Beileger 15 s · Set-EAN, schließen, wiegen 15 s | 15 s | 240 | 80 |
Die vier Stationen klingen logischer, weil jede eine Art von Arbeit übernimmt. Doch die Station mit den drei Teilen braucht 18 Sekunden, während die erste nach 9 Sekunden fertig ist – die Linie liefert je eingesetzter Person weniger als der Einzelplatz. Die zeitlich ausgeglichene Aufteilung auf drei Stationen erreicht dagegen dieselbe Leistung je Person wie der Einzelplatz und die dreifache Leistung je Linie. Im Betrieb kommt ein Vorteil hinzu, den die Vorgabezeiten nicht zeigen: Wer nur zwei Teile greift, greift immer in dieselben Fächer und wird schneller. Deshalb messen wir beim Erstmuster die Zeit je Handgriff und teilen die Stationen erst danach ein.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich die Linie?
Eine feste Grenze gibt es nicht, aber eine brauchbare Faustregel: Solange eine Serie in wenigen Schichten an einzelnen Plätzen fertig wird, lohnt der Aufbau einer Linie nicht. Wird sie länger, zahlt sich die Linie aus – vor allem durch kürzere Laufzeit und gleichmäßigere Qualität. Die Tabelle rechnet mit dem Standard-Set:
| Sets je Charge | Arbeitsstunden | Handarbeit gesamt | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 500 | rund 6,2 | 103 € | ein Einzelplatz, eine Schicht |
| 3.000 | rund 38 | 619 € | mehrere Einzelplätze parallel mit gleichem Vorlagebrett |
| 15.000 | rund 188 | 3.094 € | eine Linie mit drei Stationen, rund 62 Linienstunden |
| 60.000 | rund 750 | 12.375 € | mehrere Linien parallel, Waage je Linie |
Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Die Handarbeit je Set bleibt in allen Zeilen bei 20,6 ct, weil die Linie im ausgeglichenen Fall dieselbe Leistung je Person bringt. Was sich ändert, ist die Laufzeit: In unseren Hallen lassen sich täglich bis zu 2.000 Arbeitsstunden auf viele Plätze und Linien verteilen. Der Richtpreis je Set von 35 ct – 70 ct gilt unabhängig davon, wie wir die Arbeit organisieren.
Zwei Ausnahmen verschieben die Faustregel. Viele Varianten in kleinen Mengen, etwa Sets in fünf Sprachen mit je wenigen hundert Stück, bleiben besser am Einzelplatz, weil jede Umstellung der Linie Zeit kostet – hier hilft die Setart Set mit Beilegern und Sprachvarianten. Umgekehrt lohnt eine Linie schon bei kleineren Serien, wenn das Set viele ähnliche Teile hat, wie ein Zubehörset mit sechs Positionen: Wer nur zwei Artikelnummern greift, verwechselt keine.
Wie bilden Logistiklager Bundles – und wo liegt der Unterschied?
Viele Logistikdienstleister bilden Bundles erst, wenn eine Bestellung eingeht: Eine Person im Fulfillment nimmt die Artikel aus dem Lagerplatz und legt sie in einen Versandkarton. Das ist sinnvoll, wenn täglich nur wenige Sets gebraucht werden oder sich die Zusammenstellung ständig ändert – im Grunde ist es ein Einzelplatz, der je Auftrag neu beginnt. Die auftragsbezogene Zusammenstellung finden Sie als Kommissionierung je Bestellung auf apool.de.
Wir bilden Sets dagegen vor: in Serie, nach Stückliste, mit eigener Set-EAN, gewogen und im Umkarton. Die fertigen Sets fahren an Ihr Logistikzentrum zurück oder lagern bei uns in Bludov bis zum Abruf; auch Wellen auf Abruf sind möglich, wie die E-Commerce-Bundles mit Set-SKU zeigen. Einzelversand an Empfänger und Fulfillment für Endkunden übernehmen wir nicht. Sets bilden wir ausschließlich an unseren sieben Standorten in Tschechien – Personal in Ihr eigenes Lager entsenden wir nicht; die Komponenten holt eine Partnerspedition ab, und die fertigen Sets gehen per Spedition zurück oder bleiben bis zum Abruf bei uns.
Wie entscheiden wir Schritt für Schritt über Platz oder Linie?
- Stückliste und Muster prüfen: Zahl der Teile, Varianten, Beileger und die Lage der Set-EAN aufnehmen.
- Zeit je Handgriff messen: Am Erstmuster am Tag des Wareneingangs jeden Handgriff einzeln stoppen, das Set als Referenz wiegen.
- Arbeitsstunden der Serie berechnen: Stückzahl × Sekunden je Set ÷ 3.600, getrennt je Variante.
- Stationen ausgleichen: Bei längeren Serien die Handgriffe so auf Stationen verteilen, dass alle Stationen etwa gleich lange brauchen; die langsamste bestimmt den Takt.
- Kontrollpunkte festlegen: Vorlagebrett je Platz oder Komponentenpuffer je Station, Zählwaage mit Sollgewicht am Ende, Blick vor dem Umkarton.
- Serie starten und nachsteuern: Nach Fotofreigabe am Folgetag starten, alle 100 Sets mit dem Erstmuster vergleichen, Stationen bei Stau neu verteilen.
Welche Organisation wir für Ihre Serie vorschlagen, nennen wir Ihnen mit dem Angebot, spätestens 24 Stunden nach Ihrer Anfrage. Die ganze Leistung beschreibt die Seite Set- und Bundle-Bildung, die Kosten je Set der Ratgeber Was kostet Set-Bildung je Set 2026?