FAQ
Häufige Fragen zur Set- und Bundle-Bildung: 20 Antworten zu Abgrenzung, Stückliste, Kontrolle, Set-EAN und Kosten
setbildung.de ist die Spezialseite für Set- und Bundle-Bildung von APOOL WERKE (apool.de). Ein Set ist eine feste Kombination verschiedener Artikel mit eigener Stückliste und eigener Set-EAN, die in Serie gebildet und als neue Einheit verkauft oder versendet wird. Was gehört dazu und was nicht? Wer vergibt die Set-EAN? Wie wird jedes Set vollständig? Lösen Sie Sets wieder auf? Hier stehen die Antworten, die Produktmanagement, Einkauf, E-Commerce und Logistik am häufigsten brauchen – kurz, mit Zahlen, Stand 2026.
Was gehört nicht zur Set-Bildung bei Ihnen?
Alles, was kein Set aus verschiedenen Artikeln mit eigener Stückliste ist. Geschenksets mit Ausstattung, Adventskalender und Onpacks, Multipacks gleicher Artikel in Schrumpffolie, Kleinteile in Beuteln, Displays, das Etikettieren einzelner Artikel und die Kommissionierung je Bestellung übernimmt dieselbe Firma – beschrieben unter Lohnverpackung auf apool.de. Verpackungen stellen wir nicht her, Etiketten drucken wir nicht, und EAN-Nummern vergeben wir nicht. Fulfillment für Endkunden, Kühlware und Arbeit vor Ort beim Kunden bieten wir nicht an. Und trotz des Namens gibt es hier keinen Unterricht – gebildet werden nur Sets.
Was ist der Unterschied zwischen Set, Multipack und Kommissionierung?
Ein Set ist eine feste Kombination verschiedener Artikel mit eigener Stückliste und eigener Set-EAN, die in Serie gebildet und als neue Einheit verkauft oder versendet wird. Ein Multipack bündelt dagegen mehrere gleiche Artikel, etwa sechs identische Dosen; dafür ist bei derselben Firma apool.de zuständig. Wer für jede Bestellung andere Artikel zusammenstellt, betreibt Kommissionierung – auch sie finden Sie auf apool.de. Entscheidend für ein Set sind also drei Dinge: verschiedene Artikel, eine feste Stückliste und eine eigene Set-EAN.
setbildung.de oder apool.de – was ist der Unterschied?
setbildung.de ist die Spezialseite für Set- und Bundle-Bildung von APOOL WERKE (apool.de). Hier geht es nur um Sets und Bundles: Setarten, Setrechner, Beispiel-Stücklisten und Richtwerte je Set. apool.de zeigt das gesamte Leistungsspektrum derselben Firma. Vertrag, Standorte und Ansprechpartnerin sind identisch: Elisabeth Zachová nimmt Ihre Anfrage unter +420 604 373 376 oder info@apool.de entgegen, ganz gleich, über welche Seite Sie zu uns kommen.
Wie stellen Sie sicher, dass in jedem Set alle Teile sind?
Mit mehreren Prüfstufen, die ineinandergreifen. Die Stückliste legt jede Position mit Artikelnummer, Menge und Lage fest, und am Vorlagebrett zeigt ein leeres Fach sofort ein fehlendes Teil. Alle 100 Sets legen wir ein Set neben das freigegebene Erstmuster. Danach wiegt die Zählwaage jedes Set gegen sein Sollgewicht, und zum Schluss prüft ein zweites Augenpaar jedes einzelne Set, bevor es in den Umkarton geht – 100 % Ausgangskontrolle, festgehalten im Protokoll je Charge.
Wer vergibt die Set-EAN und was steht auf dem Etikett?
Die Set-EAN kommt von Ihnen. Die Set-EAN vergeben Sie aus Ihrer eigenen GS1-Basisnummer; wir bringen das Etikett nach Ihrer Vorlage an und verdecken die Einzel-EAN der Komponenten, damit an der Kasse nur das Set gescannt wird. Welche Angaben auf das Set-Etikett und den Umkarton gehören und welche Set-EAN das Bundle bekommt, legt Ihre Fachabteilung fest – wir bringen Ihre Vorgabe an und prüfen Vollständigkeit, Reihenfolge und Ausrichtung. Am Erstmuster prüfen wir mit dem Handscanner, dass am fertigen Set nur noch die Set-EAN lesbar ist.
Gibt es eine Mindestmenge?
Nein – eine starre Untergrenze kennen wir nicht. Unser Spektrum reicht vom Musterlauf bis zur Großserie; einige hundert Testsets für einen Markttest bekommen dieselbe Sorgfalt wie eine Serie, die über Wochen läuft. Bei kleinen Stückzahlen rechnen wir meist nach Hallenstunde ab, weil sich Vorlagebrett, Arbeitsanweisung und Erstmuster dann nur auf wenige Sets verteilen; bei einer echten Serie gilt der Preis je Set.
Verpacken Sie Lebensmittel und Kosmetik in Sets?
Ja, sofern die Artikel bereits fertig verpackt und haltbar sind. Wir bilden Sets nur aus fertig verpackten, haltbaren Artikeln – keine Kühlware, keine Tiefkühlware, keine offenen Lebensmittel und keine Primärverpackung von Lebensmitteln oder Kosmetik. Typisch sind Teedosen, Pralinenschachteln oder Gewürzgläser im Sortenmix sowie Duschgel, Lotion und Creme im Trio. Das kürzeste MHD der Komponenten übernehmen wir so, wie Sie es vorgeben, aufs Set-Etikett, und die Chargen je Komponente stehen im Protokoll.
Was kostet ein Set aus drei Teilen?
Der Richtwert 2026 liegt bei 35 ct – 70 ct je Set, einschließlich Faltschachtel, Tray, Beileger, Set-EAN, Waage und Umkarton. Die reine Handarbeit dauert 45 Sekunden: 5.000 Sets brauchen damit rund 62 Stunden, beim Rechnersatz von 16,50 € je Stunde etwa 20,6 ct je Set. Der Richtpreis je Set enthält Karton-Handling, Umkarton und Ausgangskontrolle – der Setrechner zeigt nur die Handarbeit an Packplatz und Waage. Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.
Legen Sie Batterien ins Gerät ein?
Nein. Batterien legen wir dem Set bei, ins Gerät setzen wir sie nicht ein – das wäre bereits Montage. Im Starter-Kit liegen die Batterien dann in einem eigenen Fach des Trays oder in ihrer Originalverpackung neben dem Gerät, genau wie es die Stückliste vorsieht. Soll das Gerät betriebsbereit ankommen, gehört das Einsetzen zu den Montageleistungen auf apool.de.
Können Komponenten von mehreren Lieferanten direkt zu Ihnen kommen?
Gern – bei Sets ist das eher die Regel als die Ausnahme. Faltschachteln kommen vom Kartonagenlieferanten, Beileger aus der Druckerei, die Artikel aus Ihrem Zentrallager – wir zählen jede Teillieferung beim Wareneingang, fotografieren sie und buchen sie auf die Artikelnummer. Auf Wunsch holt die Partnerspedition direkt bei den Lieferanten ab. Sobald die erste Charge vollständig ist, entsteht das Erstmuster; fehlt etwas, erfahren Sie das noch am selben Tag.
Wie viel Reserve je Komponente brauchen Sie?
Planen Sie je Komponente eine Reserve ein – Kleinteile und Beileger 2–3 %, alle übrigen Teile 1–2 % (Richtwert): Sie deckt das Erstmuster, Bruch und fehlerhafte Einzelteile. Die Reserve deckt das Erstmuster, Teile mit Druckstellen oder Fehldrucken und kleine Zählabweichungen der Lieferanten. Was davon nicht gebraucht wird, steht im Protokoll je Charge und geht mit der Rücklieferung zurück oder bleibt bis zum nächsten Abruf bei uns.
Was passiert, wenn eine Komponente leichter ist als die Waagentoleranz?
Dann prüfen wir dieses Teil zusätzlich mit dem Auge oder durch Zählen. Die Waage braucht Spielraum, weil volle Flaschen und Tuben von Stück zu Stück ein paar Gramm auseinanderliegen. Eine Garantiekarte wiegt manchmal weniger und würde beim Fehlen nicht auffallen. Für solche Positionen gibt es am Vorlagebrett ein eigenes Fach, und vor dem Schließen schaut die Packkraft gezielt danach; so steht es in der Arbeitsanweisung.
Was passiert mit Restmengen?
Das entscheiden Sie, und wir halten es schriftlich fest. Überzählige Komponenten und angebrochene Kartons gehen mit der Rücklieferung zurück, bleiben bis zur nächsten Charge bei uns eingelagert oder werden nach Ihrer schriftlichen Vorgabe ausgesondert. Im Protokoll je Charge steht für jede Position, wie viel geliefert, verbraucht und übrig ist, dazu Fehlmengen und Bruch. So sehen Sie vor dem nächsten Auftrag, was schon bei uns liegt.
Was bekomme ich als Nachweis?
Ein Protokoll je Charge als Excel oder PDF, dazu Fotos. Es nennt die Zahl der gebildeten Sets, den Verbrauch je Stücklistenposition, Restmengen, Fehlmengen und Bruch sowie das Ergebnis der Gewichtskontrolle. Die Fotos zeigen Wareneingang, Erstmuster, gefüllte Umkartons und fertige Paletten. Wenn Sie Chargen oder MHD je Komponente nachverfolgen, tragen wir diese Angaben auf Wunsch für jede Charge mit ein.
Bilden Sie Sets auch bei uns im Lager?
Nein. Sets bilden wir ausschließlich an unseren sieben Standorten in Tschechien – Personal in Ihr eigenes Lager entsenden wir nicht; die Komponenten holt eine Partnerspedition ab, und die fertigen Sets gehen per Spedition zurück oder bleiben bis zum Abruf bei uns. Der Vorteil für Sie: Stationen, Vorlagebretter und Zählwaagen stehen bei uns schon bereit, und Ihre eigene Fläche bleibt frei für das Tagesgeschäft.
Lösen Sie auch Sets wieder auf?
Ja – der Set-Rückbau liegt beim Richtwert von 12 ct – 30 ct für ein Set aus drei bis fünf Teilen. Dabei wird jedes Set geöffnet, die Set-EAN verschwindet unter einem Abdeckfeld oder wird abgelöst, und die Einzelware kommt gezählt in neue Kartons. Für bunt gemischte Rückläufer aus vielen Varianten gilt stattdessen die Hallenstunde zu 14,50 € – 19,00 €. Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.
Können Sie Sets als eigenen Lagerartikel auf Abruf bilden?
Ja. Ihre Komponenten warten bei uns – für lange Vorlaufzeiten vor allem in Bludov (230 Paletten) –, und jeder Abruf löst eine neue Welle fertiger Sets aus; alternativ bilden wir einen Vorrat und halten ihn bereit. Richtwert für den Platz: monatlich 7,50 € – 11,00 € pro Stellplatz; jede Bewegung, also Einlagern oder Auslagern, schlägt mit 4,00 € – 7,00 € pro Palette zu Buche. Den Bestand melden wir je Set und je Komponente. Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.
Bilden Sie Sets in Heimarbeit?
Nein, die Sets selbst entstehen immer in unseren Hallen. Bei großen Serien dürfen einfache Vorarbeiten – Beileger falten, Komponenten vorsortieren, Banderolen vorfalten – zusätzlich in Heimarbeit gehen, gezählt beim Ausgeben und beim Rücknehmen; das Set selbst entsteht nach Stückliste immer in der Halle, samt Waage und 100 % Ausgangskontrolle. Wie Heimarbeit gesteuert und geprüft wird, erklärt ein Ratgeber auf apool.de.
Sind Sie zertifiziert?
Nein. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder IATF können wir nicht vorweisen. Wir setzen auf einen Ablauf, den Sie selbst nachprüfen können: Stückliste, Fotofreigabe des Erstmusters, Vorlagebrett, Sollgewicht je Set, 100 % Ausgangskontrolle und Protokoll je Charge. Für Probensets aus Kosmetik oder Nahrungsergänzung gilt: Wir sind nicht GMP-zertifiziert. Wir übernehmen Sekundärverpackung und Musterkonfektion nach Ihrer Vorgabe – mit digitaler Chargenführung und 100 % Ausgangskontrolle. Einen Besuch an unseren Standorten vor der Auftragsvergabe vereinbaren wir gern.
Gibt es AGB?
Nein. Ein einheitliches Regelwerk für alle Kunden haben wir nicht. Unsere Konditionen werden individuell im Angebot vereinbart. Im schriftlichen Angebot stehen Preis je Set, Laufzeit, Transport, Reserve und Zahlungsziel sowie die Regelung für Bruch und Fehlmengen. Mit Ihrer Zusage gilt genau das, was dort vereinbart ist – nicht mehr und nicht weniger.